Buckle up hieß es am nächsten morgen wieder um 7:30 Uhr nach Zelteabbau und Frühstück.
Ein paar Stunden später waren wir wiedermal im totalen Busch. Ein Klohäuschen und eine Busch-Bar, zur Abwechslung noch mal Strom und ansonsten die totale Wildnis.
Wir wurden auch ziemlich direkt von unsrem Guide Ian zu unserer letzten Walking und Game-Drive Safari im Matobo Nationalpark abgeholt.
Zuerst musste er irgendwelche „Formalitäten“ erledigen und wir durften uns ein Schild im Eingangsbereich anschauen, was darauf hinwies, dass Wilderer in diesem Gebiet erschossen würden. Gut, war jetzt ein bisschen sehr hart, aber wo keine Wilderer, da keine Erschießung.
Kurze Zeit später haben wir dann erfahren, warum es dort sehr viele Wilderer gibt. Es ist ein Schutzgebiet für Nashörner und da ein Kilo des Horns 65.000 USD wert ist, gibt es in einem Land mit 93 % Arbeitslosenquote mehr als genug Menschen, die den Tod für ein Stück Horn in Kauf nehmen. Im letzten Monat wurden 22 Wilderer erschossen. Ich fand das irgendwie sehr bedrückend: In welkchem Land waren wir gelandet, wo man fürs Wildern erschossen wird und wo vor allem so viele Menschen den Tod für ein paar Dollar in Kauf nehmen!?
Wir mussten auch nicht lange auf das erste Rhino warten. Nach einer Inspektion eines Scheißhaufens (das war irgendwie den ganzen Urlaub lang sehr modern, dass uns jeder Guide die Scheiße der einheimischen Tier näher gebracht hat) und ein männlicher Rhino hinterlässt riesengroße Scheißhaufen, da er immer denselben Weg um sein Revier herum zurücklegt und immer an dieselbe Stelle kackt, hatten wir mal wieder unheimliches Glück (Lucky people), dass eine weißes Rhino sich in der Nähe befand. Wir durften uns dann auch bis auf ein paar Meter nähern. Das Vieh – so groß es aus der Nähe auch scheint – war sehr friedlich und hat vor sich hin gefressen. Ein ziemlich krasses Erlebnis so ganz nah an einem wilden Tier, was einen, wenn es denn wollte auf der Stelle töten könnte. Aber er wollte nicht….
Anschließend sind wir dann noch durch den Busch gestapft auf der Suche nach einem Black Rhino, haben aber keines gefunden. Ich war da nicht so traurig drüber, denn Ian erzählte uns, wenn ein Black Rhino jemanden bemerkt, dann rennt er entweder auf einen zu, um sich zu verteidigen oder er verpieselt sich sofort. Das könnte man aber nicht absehen. Da ich wirklich null Lust hatte auf eine Verfolgungsjagd im Busch, war ich über das Versteckspiel von Black Rhino nicht so wirklich traurig.
Nach Abschluss der Tour gab es noch ein leckeres Hühnchencurry von Team Deutschland und eine recht geruhsame Nacht.
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