Freitag, 30. März 2012

Der brennende Berg

Der brennende Berg
Zum letzten Abend bleiben noch ein paar Worte zu sagen: Die norwegischen Mädels waren beim Skydiving! Und waren völlig flashed!
Wir sollten um sieben essen und einer afrikanischen Tanz- und Gesangsgruppe dabei lauschen.
Mit sieben essen wurde leider nichts. Die Mädels tauchten einfach nicht auf und irgendwann rief eine völlig trunkene Mette an, dass sie irgendwie dann nicht zum Essen kommen wird. Wir vernünftigen Deutschen haben dann der Volklore gelaucht, die wirklich ganz schön war, aber ob der kleinen Zuschauermenge dann doch etwas beschäment!
Irgendwann fielen die Mädels dann nach und nach mit ihren Guides ein und konnten außer gelalltes Kreischen gar nichts mehr. Mette war sich an dem Abend auch ganz sicher, dass sie am nächsten Morgen auf jeden Fall noch einen freien Fall für sage und schreibe 170 Euro machen wollte. Wir haben sie versucht, zu überzeugen, dass sie morgens nicht mehr springen kann, weil wir das von der Zeit gar nicht schaffen werden, aber sie war leider nicht zu überzeugen!
Nicole hat dann nachts noch die Russendisko vor unsrem Haus aufgelöst(die zwei Guides haben volltrunken ein Gespräch mit lauter Musikuntermalung geführt) und wir konnten dann irgendwann endlich schlafen.
Die Mädels hatten auf jeden Fall am nächsten Tag einen ganz üblen Hangover und der Spaß war auf unserer Seite;-)
Der nächste Tag war Fahrtag! Wir durften mal wieder die meiste Zeit in unserem Truck verbringen und haben einige Zwischenstopps eingelegt. Der interessanteste von den Zwischenstopps war der Stopp bei einer klitzekleinen Robbenkolonie, die 2 Mio. umfasst. Aber man glaubt wirklich nicht, wie die Viecher stinken können. Und leider liegen die verendeten Seehunde auch dazwischen und es riecht wirklich nicht so lecker. Neben dem Gestank, der derzeit aus unserem Kühlschrank strömt, hier ist ein kleines Glas Knoblauch all over the bus verschüttet worden, und von den dort gezüchteten Biokulturen mal ganz zu schweigen, verfolgte mich der „Geruch des Todes“ den ganzen Tag. Pfui Teufel!
Wir haben uns dann noch in einer 2 stündigen Wanderung die 5000 Jahre alten Zeichnungen in einem Tal zwischen Brandberg und Brandberg angeschaut (boah wat heiss) und durften danach in unser Luxuscamp einkehren, was nach endlosen 2km endlich am Horizont auftauchte (in Afrika dauern 2 km irgendwie länger, es waren auch nach meiner Schätzung eher mindestens 10, aber gut, that´s Africa). And laut Tinyiko : There is no hurry in Africa!
Das Luxuscamp war nicht so wirklich der Brüller. Ein zweitrangiger Campingplatz mit zweitrangiger Ausstattung. Aber da es nur für eine Nacht war, die ja bereits wieder um 5 Uhr enden sollte, war es nicht ganz so tragisch.
Highlligths an diesem Tag? Eigentlich keine so wirklichen! Ein ganz netter Abend mit ganz netten Menschen und ein bisschen Wein und ein bisschen afrikanischem Essen (wir mussten die Snacks danch noch auspacken) und dann ins Bettchen.
Am nächsten Tag dann ab in den Etosha National Park!
Endlich richtigen Tiere!!!!!!

Der brennende Berg

Der brennende Berg
Zum letzten Abend bleiben noch ein paar Worte zu sagen: Die norwegischen Mädels waren beim Skydiving! Und waren völlig flashed!
Wir sollten um sieben essen und einer afrikanischen Tanz- und Gesangsgruppe dabei lauschen.
Mit sieben essen wurde leider nichts. Die Mädels tauchten einfach nicht auf und irgendwann rief eine völlig trunkene Mette an, dass sie irgendwie dann nicht zum Essen kommen wird. Wir vernünftigen Deutschen haben dann der Volklore gelaucht, die wirklich ganz schön war, aber ob der kleinen Zuschauermenge dann doch etwas beschäment!
Irgendwann fielen die Mädels dann nach und nach mit ihren Guides ein und konnten außer gelalltes Kreischen gar nichts mehr. Mette war sich an dem Abend auch ganz sicher, dass sie am nächsten Morgen auf jeden Fall noch einen freien Fall für sage und schreibe 170 Euro machen wollte. Wir haben sie versucht, zu überzeugen, dass sie morgens nicht mehr springen kann, weil wir das von der Zeit gar nicht schaffen werden, aber sie war leider nicht zu überzeugen!
Nicole hat dann nachts noch die Russendisko vor unsrem Haus aufgelöst(die zwei Guides haben volltrunken ein Gespräch mit lauter Musikuntermalung geführt) und wir konnten dann irgendwann endlich schlafen.
Die Mädels hatten auf jeden Fall am nächsten Tag einen ganz üblen Hangover und der Spaß war auf unserer Seite;-)
Der nächste Tag war Fahrtag! Wir durften mal wieder die meiste Zeit in unserem Truck verbringen und haben einige Zwischenstopps eingelegt. Der interessanteste von den Zwischenstopps war der Stopp bei einer klitzekleinen Robbenkolonie, die 2 Mio. umfasst. Aber man glaubt wirklich nicht, wie die Viecher stinken können. Und leider liegen die verendeten Seehunde auch dazwischen und es riecht wirklich nicht so lecker. Neben dem Gestank, der derzeit aus unserem Kühlschrank strömt, hier ist ein kleines Glas Knoblauch all over the bus verschüttet worden, und von den dort gezüchteten Biokulturen mal ganz zu schweigen, verfolgte mich der „Geruch des Todes“ den ganzen Tag. Pfui Teufel!
Wir haben uns dann noch in einer 2 stündigen Wanderung die 5000 Jahre alten Zeichnungen in einem Tal zwischen Brandberg und Brandberg angeschaut (boah wat heiss) und durften danach in unser Luxuscamp einkehren, was nach endlosen 2km endlich am Horizont auftauchte (in Afrika dauern 2 km irgendwie länger, es waren auch nach meiner Schätzung eher mindestens 10, aber gut, that´s Africa). And laut Tinyiko : There is no hurry in Africa!
Das Luxuscamp war nicht so wirklich der Brüller. Ein zweitrangiger Campingplatz mit zweitrangiger Ausstattung. Aber da es nur für eine Nacht war, die ja bereits wieder um 5 Uhr enden sollte, war es nicht ganz so tragisch.
Highlligths an diesem Tag? Eigentlich keine so wirklichen! Ein ganz netter Abend mit ganz netten Menschen und ein bisschen Wein und ein bisschen afrikanischem Essen (wir mussten die Snacks danch noch auspacken) und dann ins Bettchen.
Am nächsten Tag dann ab in den Etosha National Park!
Endlich richtigen Tiere!!!!!!

Montag, 26. März 2012

It never rains in Swakopmund

Wir sind nun in Swakopmund. Alles hier ist deutsch. Die Straßennamen, die Namen der Restaurants und ansässigen Firmen. Irgendwie fühlt man sich ganz merkwürdig. Man wird überall auf Deutsch begrüßt und in der Apotheke, in der wir eben waren, fühlte man sich wie in Köln. Nur deutsche alte Menschen, die Apothekerinnen deutsch, alle Produkte aus Deutschland und in der Apotheke ein Schild über das Jubiläum des Prinzessinnen Rupprecht Heims mit Untermalung durch den ansässigen deutschen Männergesangsverein. Für das leibliche Wohl ist natürlich gesorgt!
Irgendwie hätte ich mir das alles ein wenig afrikanischer vorgestellt. Immerhin ist Deutsch-Südwestafrika schon längst Geschichte!
Wir haben uns heute gegen jegliche Aktivitäten entschieden, es gab so ein paar Sachen zu Auswahl wie Sandboarding, Skydiving, Dolphin Watching etc. Und wir haben alles wieder richtig gemacht!
Es regnet nämlich heute in Swakopmund, obwohl es hier angeblich um die Jahreszeit nie regnet!
Gestern Abend haben wir uns mit ein paar Norwegerinnen angefreundet. Die drei Mädels, die zusammen unterwegs sind (Hanna, Mette und Christina) haben sich in Norwegen bei der Armee kennengelernt und dann ein halbes Jahr gearbeitet, um sich die Reise leisten zu können. Und unsere 2 Diven, die aussehen wie „Norwegians next Top Model“ finden sie auch nicht so klasse. Tja und wir dachten alle, dass es sich um ganz dicke Freundinnen handelt. Wie man sich täuschen kann;-)
Nachdem wir dann an der Hotelbar noch ein bisserl was getrunken, Dire Straits gemeinsam geträllert haben und um halb elf von Tiniyko ins Bett geschickt wurden aufgrund der Lautstärke, haben wir nun neue junge Freundinnen gewonnen.
Heute Abend gibt es dann noch Afrikanischen Tanz und ein Braai (Barbecue) und morgen geht es Richtung Brandberg

Heiß, heißer, Sossusvlei

Um 5 Uhr morgens hieß es dann wieder aufstehen. GÄHN.
Im Dunkeln Zelt abbauen, Tasche packen und in den Bus und das mit der ständig lauernden Gefahr der Black Mamba.
Wir haben dann aber Zelt abgebaut und Tasche gepackt ohne menschliche Verluste, doch auf dem Weg vom Zeltplatz zum Truck tauchte sie dann auf; zwar nicht die Black Mamba herself sondern ein kleineres Exemplar was rot und schwarz gemustert war, aber dennoch eindrucksvoll. Ich hab Nicole ganz „ruhig“ darauf hingewiesen, dass sich gerade hinter ihr eine Schlange befindet und sie hat den gesamten Zeltplatz eindrucksvoll darauf hingewiesen, dass sie meinen Hinweis verstanden hat.
Außerdem hat sie sich dermaßen schnell auf einen Stein bewegt und das Zelt an der einen Seite fallenlassen, dass wir nun leider auf der einen Seite einen ausgerissenen Tragegurt haben und ich mit 25 Kilo Zelt und der roten Schlange alleine da stand.
Die Schlange hat sich weder von Nicoles Schrei noch von mir oder sonst jemanden beeindrucken lassen und sich ziemlich genervt ins Gebüsch verpieselt. Schade, dass ich keine Kamera zur Hand hatte.
Nachdem Nicole den Muezzin gespielt hatte, waren ja alle wach und es konnte losgehen in Richtung Rote Dünen und Sossusvlei.
Auf dem Weg dorthin haben wir alles an Tieren gesehen, was die Wüste Namib so zu bieten hat. Zebras, Oryx, Schakale, Springböcke, Strauße, Wüstenfüchse, Trappen, Kudus und das alles direkt vor uns, neben uns, hinter uns! Diese komische Pirschfahrt am Abend hätten wir uns irgendwie sparen können. Aber im Dunkeln durch die Wüste war ja auch ganz nett!
Gegen 10 Uhr waren wir dann an Düne 32 angekommen, die wir dann auch im Schweiße unseres Angesichts besteigen durften. Dünen besteigen bei 30 Grad Hitze ist kein Spaß. Vor allem, weil Aufstiege im Sand doch sehr anstrengend sind, weil man immer 1 Schritt geht und einen halben zurück rutscht. Um viertel vor elf waren wir dann oben. Fotosession auf dem Gipfel und eine traumhafte Aussicht auf ein riesiges Gebiet von roten Dünen, weißem Lehmboden in endloser Weite.
Die Anstrengung hat sich wirklich gelohnt!
In brütender Mittagshitze war der nächste Tagesordnungspunkt dann eine Fahrt mit dem Jeep und eine kurze Wanderung zum Deadvlei und anschließend zum Sossusvlei, was beides Ebenen mit weißem Untergrund zwischen den roten Dünen sein sollten, wo früher ein Fluss lang gelaufen ist.
Im Deadvlei standen zusätzlich noch uralte abgestorbene Bäume rum, die uns ein paar tolle Bilder gebracht aber auch mindestens 2 Liter Schweiß gekostet haben. Mittlerweile waren es nämlich geschätzte 40 bis 45 Grad.
Wir waren alle froh, als es dann zurückging. Im Bus waren es zwar auch mindestens 40 Grad aber durch den Fahrtwind hatten wir wenigstens ein bisschen Abkühlung.
Die nächste Station sollte ein Camp mitten in der Wüste sein mit einem Abstecher in einen kleineren Canyon. Da die Hitze immer noch unerträglich war, haben alle außer den Ösis beschlossen, nicht in den Canyon hinab zu steigen. Im Nachhinein auch sehr gut, da die Verrückten eine schlafende Kobra entdeckt haben und diese dann erstmal aufgeweckt haben, damit man ein Foto fürs Album schießen kann. Das Foto ist auch gut geworden und keiner zu Schaden. Aber verrückt fanden wir alle diese Aktion schon.
Das Camp stellte sich als recht neu heraus mit einem Swimmingpool in der Mitte! Was für ein Luxus. Das erste Bier gabs im Pool mit Blick auf Berge und Wüste. Ein Traum!
Abends hat Team Deutschland dann ein fantastisches Essen gezaubert. Barbecue und Polenta mit Tomatensoße, geröstetem Knoblauchbrot und frischem Möhren- Weisskohlsalat. Alle waren begeistert.
Leider war die anschließende Nacht nicht so angenehm, da sich gegen 3 Uhr ein Schakal über unsere Essensreste und Mülltonnen hergemacht hat und dabei einen wahnsinnigen Lärm veranstaltet hat, dass das halbe Camp bis zum Morgengrauen nicht mehr schlafen konnte.
Aber da um halb sechs sowieso Aufstehen angesagt war, waren es ja nur 3 ½ Stunden weniger Schlaf;-)

Ab in die Wüste

Am nächsten Morgen sind wir dann zu einem kleinen Spaziergang aufgebrochen, wo uns unser Guide ein bisschen was zu den Pflanzen und Tieren der Namib Wüste erzählt hat.
Unter anderem gab es eine Einweisung in die verschiedenen Tierkotarten. Tierkot von Pflanzenfresser kann man natürlich essen, weil er völlig natürlich ist und keine Bakterien enthält (Nee, is klar). Er hat uns das dann auch eindrucksvoll bewiesen. Igitt!
Auf diesem ersten Spaziergang durften wir Springböcke und Strauße aus der Ferne begutachten und fanden das schon klasse. Nach ca. 2 Stunden war es aber dann schon wieder so heiss, dass wir auf dem Rückweg jedes kleinste bisschen Schatten für eine Pause genutzt haben.
Zurück im Camp war relaxen angesagt.
Wie schnell doch so ein Tag mit Nichtstun vergehen kann. Und man konnte wirklich nichts tun, als von Schattenplatz zu Schattenplatz zu ziehen…
Abends um halb sechs wurden wir dann von Antony – dem einzigen Guide bei Drifters, der von Beginn an dabei war, d.h. seit 25 Jahren – zu einer abendlichen Safarirundfahrt im Jeep abgeholt.
Auf dieser sehr rumpeligen Tour durch das nähere Umland haben wir dann noch mal Springböcke, Oryx Antilopen, Strauße, Schakale und einen seltenen Erdwolf gesehen. Außerdem hat Antony uns einen Skorpion gezeigt mit dem Hinweis, dass Bisse von Skorpionen selten tödlich aber äußerst schmerzhaft sind. Nur kleine Kinder und ältere Menschen könnten von Skorpionbissen sterben.
Außerdem soll es bei uns im Camp diverse Schlangen und Skorpione geben und eine Black Mamba, die im Baum oberhalb des Camps wohnt und dort die Eier der Webervogelkolonie frisst.
Auch das fanden wir nun nicht wirklich beruhigend. Zurück im Camp wurden die Wege dann doppelt ausgeleuchtet und plötzlich trugen alle festes Schuhwerk und Flip-Flops waren total out für den Abend. Als Ingerid dann auch noch auf dem Rückweg vom Klohaus eine Schlange auf dem Weg entdeckt hat, waren die Träume von Schlangen und Skorpionen nachts vorprogrammiert.
Aber mit genug Rotwein kann man auch diese Gefahren ausblenden….

Sonntag, 25. März 2012

Ab in die Wüste

Am nächsten Morgen ging es um 5 Uhr los. Zelte abbauen, Frühstück um 6 und dann ab in den Bus, weil wir eine sehr weite Strecke vor uns hatten.
Ich hab dann fast einen armen kleinen Froch gekillt, der es sich über Nacht in meinem Schuh gemütlich gemacht hatte, er hatte Glück, dass ich den Tag davor einen Skorpion gesehen hatte und seitdem nun morgens immer meine Schuhe auf alle möglichen Kriechtiere untersuche.
Die Fahrt ging los Richtung Fish River Canyon. Nach dem Grand Canyon der zweitgrößte Canyon der Welt. 500 Meter tief und 160 km lang. In brütender Mittagshitze haben wir einen einstündigen Spaziergang am Canyonrand unternommen, ein paar Bilder gemacht und waren froh als wir dann nach einem kleinen Lunch wieder in den Bus steigen konnten, wo wenigstens der Fahrtwind den Schweiß getrocknet hat.
Die Fahrt ging dann weiter in die Namib Wüste, in Bethanien noch ein kurzer Zwischenstopp und dann ins Desert Camp.
Auch hier erwartete uns brütende Hitze und ein Camp was aus ein paar Holzdächern zum Schutz gegen die Sonne, einem kleinen Küchenbereich und einem offenen WC und Duschbereich bestand. Alles in allem sehr geschmackvoll und sauber.
Den Abend haben wir dann bei ein bisschen Wein und einem leckeren Beef Eintops ausklingen lassen.

Tag 2: Extreme Paddeling

Der zweite Tag wurde mit Frühstück um halb acht eigeläutet. Anschließend in die Boote mit dem Hinweis, dass wir ca. bis 13.30 Uhr unterwegs wären.
Halleluja. Am Tag vorher waren schon 2 Stunden anstrengend und nun fast 6!?
Es war aber alles irgendwie einfacher als gedacht, weil wir ein bisschen mehr Strömung hatten als am Tag vorher. Die ersten Stromschnellen hatten wir auch mit Bravour gemeistert, bis sich unsere 2 Oberchicks aus Norwegen mal ein bisschen quer gestellt haben und wir leider auf die Seite mit den großen Steinen ausweichen mussten. Auch das Ausweichmanöver haben wir noch mit bravour gemeistert unser Boot hat auch wie von selbst in der Stromschnelle eine ganz tolle Gelegenheit zum Einparken gefunden und da saßen wir dann halt mal fest. Kein Vorwärts und Rückwärts war mehr möglich. Super Situation! Unser Guide hat uns dann aus der misslichen Lage befreit und ist dabei selbst bis zur Schulter nass geworden, weil er vor unserem Kanu in ein nicht vorhergesehens Loch reingerutscht ist.
Wir hatten dann eigentlich keine weiteren Highlights mehr zu bieten. Zwar hätten wir sicherlich in der B-Note so einige Abzüge erhalten, weil wir teilweise quer und auch nur mit Mühe diese blöden Stromschnellen hinter uns gebracht haben, und jeder Stein, den man nicht sehen konnte hat unser Boot wie ´von selbst gefunden, aber wir sind doch immer runter gekommen und auch ohne unsere wertvolle Ladung zu verlieren.
Team Norwegen hat dann kurz vor Ende noch zu 2/3 die 180 Grad Drehung geübt. Zuerst sind die zwei Oberchicks gekentert und anschließend dann ein zwei Mädels, die eigentlich total souverän aussahen beim Paddeln, die aber leider einen großen Stein übersehen hatten.
Das hat uns dann alles ziemlich viel Zeit gekostet, so dass wir dann nicht um halb zwei sondern erst um kurz nach drei an der Ausstiegsstelle waren.
Völlig kaputt haben wir dann bei Ankunft im Camp noch zwei Bierchen getrunken, ein bisschen am Pool relaxt, unsere Zelte aufgebaut und den Abend bei einem schönen Barbecue ausklingen lassen.

Nasser Wildnistrip mit Unterton

Nachdem wir dann alle über die Grenze durften (die Ösis wurden allesamt nochmals zum Bildvergleich reingerufen, weil sie sich angeblich nicht ähnlich sahen) waren wir dann nach kurzer Zeit in unsere Domizil am Orange River angekommen. Eine Oase mitten in der Wüste.
Ein wunderschönes Areal mit Strohgedeckten kleinen Bungalows, einem Shop, Internetcafé, einer Bar, Pool und das alles mit Blick auf den Orange River und 10 Kanus am Wasser, die fröhlich in brütender Hitze auf uns warteten.
Und dann noch eine kleine Aufregung zwischendurch: Ein lieblicher kleiner Skorpion hatte sich in das Waschbecken der Herrentoilette verirrt. Sehr süß der Kleine. Ein Angestellter des Hauses hat in dann liebevoll mit einer Klobürste im Baum vor unseren Zelten ausgesetzt.
Jedes Boot mit 2 Insassen bekam 3 weiße Tonnen, wo wir dann unser Zeug für die nächste Nacht in der Wildnis verstauen sollten.
Kurze Einweisung am Wasser (links paddeln, Boot fährt nach rechts, rechts paddeln Boot fährt nach links) und schon gings los. Wenden, Stoppen, scharfe Kurven und Ausweichmanöver wurden Gott sei Dank nicht besprochen, weil sonst wäre die Fahrt ja evtl. langweilig geworden.
Am ersten Tag sollte nach 2 Stunden Schluss sein mit Paddeln. Da der Tag bis zu Beginn der Paddeltour schon lang genug war, haben sich die 2 Stunden Paddeln dann noch gezogen wie Kaugummi. Vor allem als wir zu der Sandbank abbiegen wollte, wo wir übernachten sollten, hat uns der Gegenwind fast wieder zurückgepustet. 2 Ösis mussten gerettet werden, da reichten die Kräfte nicht mehr, um gegen den Wind anzupaddeln.
Da wir aber ein wenig später als geplant losgekommen sind (We are in Afrika, no hurry in Africa….) mussten das Aufbauen des Lagerfeuerplatzes zum Kochen und Essen und das Zubereiten des sehr typischen Lagerfeuermahls Spaghetti Bolognese im Dunkeln stattfinden.
Lecker wars trotzdem, und nach 3 Rotwein war auch der Schlafplatz unter freiem Himmel nicht mehr so tragisch. Der Sternenhimmel ist gigantisch schön wenn mal keine Lichtquellen vorhanden sind und auch der Wind am direkten Schlafplatz war nicht mehr so tragisch. Geschlafen hat man dort natürlich nicht wirklich. Vor allem weil ich Depp meine Oropax im Gepäck im Bus vergessen hatte und wir so 3-4 penetrante Schnarcher hatten, die heftig und im Wettbewerb gegen die Stille der Wildnis angekämpft haben.

Der Arsch der Welt

Nach 700 km anstrengender Fahrt waren wir abends dann in einem Ort mit dem sprechenden Namen: Hondeklippbaai.
Warum um alles in der Welt muss ich eigentlich auf meinen Reisen immer einen neuen Arsch der Welt finden? Ein kleines völlig verschlafenes Nest zu dem nur eine 100 km lange Schotterpiste führt, der aus 50 Häusern besteht, die Strassen aus Sand gebaut, alles voll Müll und Dreck, den der Wind durch die Gegend bläst und unsere Gruppe.
Wahrscheinlich ist der Ort im Hochsommer ein Surferparadies, bei uns war es arschkalt und von Surfern keine Spur. Wir sind in einem kleinen Hostel abgestiegen, von einem Pärchen, die wahrscheinlich morgens den Tag mit einem Glas Weißwein beginnen und 3 Hunden (Größe Yorkshire abwärs) und ihrem Sohn, der mit seinem Surferlächeln unsere Norwegerinnen vom Kochen abgehalten haben.
Ein zehnminütiger Spaziergang und wir hatten alles gesehen!
Zurück in der Herberge gab es was zu Essen, ganz viel Weißwein und ein paar lustige Geschichten am Pool mit Kay, Thomas, Andreas und Susi; unserem restlichen Team Germany.
Am nächsten Morgen um 8:30 Uhr sollte es dann weiter gehen über Springbok und die Grenze nach Namibia zum Orange River.

Mittwoch, 21. März 2012

Hit the road

Heute ist ein Fahrtag:
700 km auf südafrikas Strassen, ein Tag im Truck!
Heute morgen gab es noch einen letzten Blick auf Kapstadt mit dem Tafelberg und dem Signal Hill, ein kurzer Abriss über Nelson Mandela (der eigentlich ganz anderes heisst, was aber niemand aussprechen kann außer unser Guide), ein Stopp im hiesigen Supermarkt, wo wir uns alle nochmals mit Bier, Wasser und ein paar Snacks für zwischendurch eingedeckt haben (gut bei manchen sah das so aus, als ob sie Angst hätten, wir würden 4 Wochen alleine in die Wüste geschickt und man muss sich dafür rüsten oder aber es bricht evtl. in ein paar Tagen ein Krieg aus und es tritt eine große Lebensmittel, Bier und Weinknappheit ein) und dann ab nach Namibia.
Wir haben uns auf paar Snacks und Wasser beschränkt und werden nun versuchen, die 700 km unbeschadet zu überstehen!

Ausflüge in und um Kapstadt für „Happy People“!!!!!!

Vor jedem neuen Ausflug ein paar nette (und sehr laute) Worte unseres Guides und zum Schluss immer die obligatorische Frage: Happy People????
And we all say: YES!
Ansonsten würde er wahrscheinlich auch immer weiter reden.
Wir sind schon wieder on the Road. Der gestrige Tag war voll gepackt mit Erlebnissen und Eindrücken. Begonnen haben wir mit der Besteigung des Tafelbergs. Dafür waren ca. 11/2 bis 2 Stunden veranschlagt und unser Tiniyko meinte, das geht normalerweise schneller.
Hochmotiviert starteten wir gegen 9 Uhr morgens den Aufstieg.ca. 650 Höhenmeter sollten es werden. Was er uns nicht gesagt hatte war, dass den ganzen Morgen die Sonne im Berg genau da stand, wo wir hochsteigen mussten und dass der Weg aus Steinstufen bestand, von denen jede so ca. einen halben Meter hoch war. Auf deutsch: Es war scheisse anstrengend!!
Ich bin dann alleine hochgestiegen, weil ich irgendwie irgendwann in mein Tempo verfallen bin. Unterwegs hab ich immer mal wieder einen Südafrikaner überholt und er mich dann wieder, der mir erzählte, dass er das gerade zum ersten und letzten Mal machen würde, diesen bescheuerten Berg zu besteigen. Er wollte einmal hochgehen und fertig! Dass manche Afrikaner das als Volkssport quasi jedes WE machen, davon wäre er sehr weit entfernt. Als ich dann mal völlig entkräftet um eine besonders steile Kurve hochkam, saßen dort 2 Holländerinnen, auf die ich wohl derart mitleidserregend gewirkt haben muss, dass sie mir einen Apfel und ein paar süße Kaubonbons geschenkt haben… (ich glaube im Endeffekt haben die mir tatsächlich das Leben gerettet;-))
Nach unzähligen Stufen und gefühlte 7 Stunden später (es waren gerade mal 2) war ich dann oben. Ein wirklich toller Ausblick bei traumhaftem Wetter und einem eiskalten Black Label erwarteten mich.
Wir sind dann alle gemeinsam wieder mit der Cable Car untergefahren und nachdem wir dann nach ca. 20 Minuten Warterei auch alle Norwegerinnen eingesammelt hatten, gings weiter nach Cape of Good Hope.
Die Fahrt dahin ging an einer Steilküste entlang, mit wundervollem Blick auf weisse Strände, türkises Meer und Robbenkolonien am Strand. Hier wurden wir auch mit dem ersten Baboon (Pavian) konfrontiert, der sich bei einem parkenden Auto einfach mal auf dem Kofferraum platziert hatte und auch nicht den Anschein machte, da jemals wieder aufstehen zu wollen.
Am Kap der guten Hoffnung gab es noch mal einen sehr schönen Spaziergang im Nationalpark und, die ersten Klippschliefer, von denen es fast einen weniger gegeben hätte, weil Nicole beim Bedienen ihrer Kamera leider ein besonders fettes Exemplar fast totgetreten hätte und zwei rumlaufende Strausse.
Die anschließende Heimfahrt sollte uns noch bei den Pinguinen vorbeibringen! YIeppieh! Darauf hatte ich mich schon den ganzen Tag gefreut.
Und tatsächlich waren sie auch am Strand. Überhaupt nicht scheu, man konnte sie sogar streicheln und am liebste hätte ich natürlich mindestens einen mitgenommen. Aber irgendwie wollte sich keiner überreden lassen: Feste Jobs, Kinder, gute Unterkunft, gutes Wetter etc. Naja, ich bin dann halt ohne Pinguin wieder in den Bus gestiegen.
Wir haben dann für die Rückfahrt fast 2 Stunden anstatt 45 Minuten gebraucht, weil Südafrikanische Polizisten einfach mal die Strasse blockiert hatten. Dafür gab es dann am Tagesende ein leckeres Steak, leckeres Bier und zum Betthuperl noch ein warmes Glas Riesling unserer neuen ostdeutschen Freunde: Trinken verbindet;-))

Samstag, 17. März 2012

Cape Town 17.03.2012

Wir sind noch immer in Kapstadt und nachdem wir vorgestern doch recht skeptisch waren, was die Schönheit der Stadt angeht, sind wir doch nun völlig übrzeugt: Hier lässt es sich aushalten!
Morgens haben wir eine Touri Stadtrundfahrt gemacht, um mal einen Überblick zu gewinnen. Von der Waterfront, über die Innenstadt mit Green Market, den District Six, halber Weg Tafelberg und die Vororte Camps Bay und Cliffton wieder zurück nach Seapoint. Traumhaft schön alles!!
Mittags um eins dann die erste Gruppenbesprechung: Wir waren sehr gespannt.
Und das ist unsere Gruppe:
6 Teenager aus Norwegen; naja nicht ganz - es sind auf jeden Fall alles Mädels mit Babyhaut und braungebrannten Füssen, die die 20 entweder noch nicht oder so gerade überschritten haben.
Dann 5 Österreicher alle um die 50 Jahre alt, trinkfest (was sich später herasstellen sollte) und echt nett und dann noch außer uns 4 andere Deutsche, zwei Pärchen, eines homo und eines hetero.
Und dann natürlich unser Guide Tiniyko, der dunkel schwarz ist und mit wahnsinnig lautem Organ die Gruppe instruiert.
Ja und das wars auch schon.Los ging es dann ein bisserl später in unserem Truck, den wir dann auch erstmal inspizieren durften. Der erste Eindruck: Es riecht penetrant nach Elefantenkacke...PUH.
Ansonsten gibt es Fächer für die Klamotten, eine Feldküche zum Ausklappen und sogar Kühlschrank und Ladestation für Handys und Kameras.
Wir sind dann aufgebrochen zu einer Weinprobe nach Paarl in das Weingut Fairview.
Paarl liegt ca. eine Truckstunde entfernt von Cape Town und es gibt dort Wein, Wein und nochmals Wein. Eine wunderschöne Gegend mit kleinen strahlend weissen Örtchen und eben jeder Menge Wein.
Den haben wir dann auch zu genüge getestet. Wie fühlt man sich wohl bei 25 Grad Sonne und Mittagshitze und dann so 10 Probiergläschen Wein....jawoll, schummerig! Wir haben dann auch direkt mal die Vorräte für die nächsten Tage besorgt und sind anschließend über Franschhoek und Stellenbosch wieder Richtung Cape Town gefahren.
Abends noch ein gemeinsames Abendessen und mit genügend Bettschwere dann in komatösen Schlaf.
Jetzt gehts auf zum Tafelberg und anschließend zu den Pinguinen.
Yippieh!

Freitag, 16. März 2012

Kapstadt 16.03. und 17.03.

So, wir sind da!
Insgesamt 14 Stunden Flug und eine Reisezeit von 17 Stunden und schon ist man am anderen Ende der Welt. Wie Nicole so schön sagte: Hinter dem Meer da, kommt nur noch die Antarktis, ist das nicht komisch? Klingt komisch, ist aber so. Wir sitzen hier in einer Lodge in der Seaside von Cape Town und können von hier aus in ca. 25 Metern das Meer sehen. Ist es nun eigentlich der indische oder der atlantische Ozean? Und wo genau ist eigentlich das Kap der guten Hoffnung? Umfragen in unserem Zimmer haben keine eindeutige Antwort ergeben.
Wir haben hier ein bisschen die Gegen d erkundet, festgestellt dass in Südafrika entweder nur maximal Pigmentierte oder verbrannte Engländer oder tätowierte Schotten rumlaufen und dass es sich zwar anders anfühlt, aber nicht wie ca. 10.000 km von zu Hause weg.
Die meisten Läden haben hier eine Klingel, wo man sich ankündigen muss. Sogar einfache Sportläden haben ein kleines Gatter, wo man erstmal höflich bitten muss, dass man auch reingelassen wird.
Wir haben dann den Tag mit zwei Bierchen, einem asiatischen Essen und bisschen Rotwein abgeschlossen.
Nicole hat schon unseren Koch und Fahrer kennengelernt, der zugegeben hat, dass er eigentlich gar nicht kochen kann. Na das kann ja heiter werden!

Zweiter Tag – St. Patricks Day
Die Nacht war eigentlich gar nicht so schlecht, bis zu dem Zeitpunkt, an dem ich festgestellt habe, dass irgend so ein Sch…. Mückenviech sich mein Blut als Hauptspeise ausgesucht hat.
Nach einem wunderbaren Früstück mit allem, was das Herz begehrt, geht es gleich zu einer Stadtrundfahrt. Heute mittag lernen wir dann unsere Gruppe kennen:
Wir sind seeeehr gespannt!

Dienstag, 13. März 2012

3 Tage vorher

Irgendwie kann ich es nicht glauben, dass es bald los geht...
4 Wochen bei den wilden Tieren Afrikas mit einer Gruppe Menschen, von denen ich nur eine einzige kenne. Was wird mich da wohl wieder erwarten???

Seit ich den Roman von Tommy Jaud zu einer Gruppenreise mit denselben Destinationen gelesen habe ("Hummeldumm"), bin ich mir nicht so ganz sicher, ob es tatsächlich so eine gute Idee war, mich mit wildfremden Menschen in die Wildnis zu begeben.

Die Reise richtet sich laut Prospekt und Internetseite an Junge und Junggebliebene. Derzeit fühle ich mich allerdings relativ alt, denn seit Wochen plagen mich irgendwelche Wehwehchen, die mein gefühltes Alter gerade auf Mitte 40 steigen lassen. Ist man mit Ende 30 und gefühlten Mitte 40 immer noch im Altersschnitt der benannten Junggebliebenen?
Wenigstens muss ich dieses Mal nicht 15 Kilo Gepäck auf dem Rücken durch die Wildnis tragen und das Wasser trinken, in dem ich mich vorher gewaschen hab (wobei 10 Grad kaltes Wasser einen schonmal jünger erscheinen lässt, als man tatsächlich ist).

Wir werden die meiste Zeit in Zelten übernachten. Mal schauen, welche Bewohner ich neben meiner Reisebegleiterin noch so im Zelt haben werde.
Skorpionen fühle ich mich ja naturgemäß sehr verbunden;-)