Um 5 Uhr morgens hieß es dann wieder aufstehen. GÄHN.
Im Dunkeln Zelt abbauen, Tasche packen und in den Bus und das mit der ständig lauernden Gefahr der Black Mamba.
Wir haben dann aber Zelt abgebaut und Tasche gepackt ohne menschliche Verluste, doch auf dem Weg vom Zeltplatz zum Truck tauchte sie dann auf; zwar nicht die Black Mamba herself sondern ein kleineres Exemplar was rot und schwarz gemustert war, aber dennoch eindrucksvoll. Ich hab Nicole ganz „ruhig“ darauf hingewiesen, dass sich gerade hinter ihr eine Schlange befindet und sie hat den gesamten Zeltplatz eindrucksvoll darauf hingewiesen, dass sie meinen Hinweis verstanden hat.
Außerdem hat sie sich dermaßen schnell auf einen Stein bewegt und das Zelt an der einen Seite fallenlassen, dass wir nun leider auf der einen Seite einen ausgerissenen Tragegurt haben und ich mit 25 Kilo Zelt und der roten Schlange alleine da stand.
Die Schlange hat sich weder von Nicoles Schrei noch von mir oder sonst jemanden beeindrucken lassen und sich ziemlich genervt ins Gebüsch verpieselt. Schade, dass ich keine Kamera zur Hand hatte.
Nachdem Nicole den Muezzin gespielt hatte, waren ja alle wach und es konnte losgehen in Richtung Rote Dünen und Sossusvlei.
Auf dem Weg dorthin haben wir alles an Tieren gesehen, was die Wüste Namib so zu bieten hat. Zebras, Oryx, Schakale, Springböcke, Strauße, Wüstenfüchse, Trappen, Kudus und das alles direkt vor uns, neben uns, hinter uns! Diese komische Pirschfahrt am Abend hätten wir uns irgendwie sparen können. Aber im Dunkeln durch die Wüste war ja auch ganz nett!
Gegen 10 Uhr waren wir dann an Düne 32 angekommen, die wir dann auch im Schweiße unseres Angesichts besteigen durften. Dünen besteigen bei 30 Grad Hitze ist kein Spaß. Vor allem, weil Aufstiege im Sand doch sehr anstrengend sind, weil man immer 1 Schritt geht und einen halben zurück rutscht. Um viertel vor elf waren wir dann oben. Fotosession auf dem Gipfel und eine traumhafte Aussicht auf ein riesiges Gebiet von roten Dünen, weißem Lehmboden in endloser Weite.
Die Anstrengung hat sich wirklich gelohnt!
In brütender Mittagshitze war der nächste Tagesordnungspunkt dann eine Fahrt mit dem Jeep und eine kurze Wanderung zum Deadvlei und anschließend zum Sossusvlei, was beides Ebenen mit weißem Untergrund zwischen den roten Dünen sein sollten, wo früher ein Fluss lang gelaufen ist.
Im Deadvlei standen zusätzlich noch uralte abgestorbene Bäume rum, die uns ein paar tolle Bilder gebracht aber auch mindestens 2 Liter Schweiß gekostet haben. Mittlerweile waren es nämlich geschätzte 40 bis 45 Grad.
Wir waren alle froh, als es dann zurückging. Im Bus waren es zwar auch mindestens 40 Grad aber durch den Fahrtwind hatten wir wenigstens ein bisschen Abkühlung.
Die nächste Station sollte ein Camp mitten in der Wüste sein mit einem Abstecher in einen kleineren Canyon. Da die Hitze immer noch unerträglich war, haben alle außer den Ösis beschlossen, nicht in den Canyon hinab zu steigen. Im Nachhinein auch sehr gut, da die Verrückten eine schlafende Kobra entdeckt haben und diese dann erstmal aufgeweckt haben, damit man ein Foto fürs Album schießen kann. Das Foto ist auch gut geworden und keiner zu Schaden. Aber verrückt fanden wir alle diese Aktion schon.
Das Camp stellte sich als recht neu heraus mit einem Swimmingpool in der Mitte! Was für ein Luxus. Das erste Bier gabs im Pool mit Blick auf Berge und Wüste. Ein Traum!
Abends hat Team Deutschland dann ein fantastisches Essen gezaubert. Barbecue und Polenta mit Tomatensoße, geröstetem Knoblauchbrot und frischem Möhren- Weisskohlsalat. Alle waren begeistert.
Leider war die anschließende Nacht nicht so angenehm, da sich gegen 3 Uhr ein Schakal über unsere Essensreste und Mülltonnen hergemacht hat und dabei einen wahnsinnigen Lärm veranstaltet hat, dass das halbe Camp bis zum Morgengrauen nicht mehr schlafen konnte.
Aber da um halb sechs sowieso Aufstehen angesagt war, waren es ja nur 3 ½ Stunden weniger Schlaf;-)
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