Vor jedem neuen Ausflug ein paar nette (und sehr laute) Worte unseres Guides und zum Schluss immer die obligatorische Frage: Happy People????
And we all say: YES!
Ansonsten würde er wahrscheinlich auch immer weiter reden.
Wir sind schon wieder on the Road. Der gestrige Tag war voll gepackt mit Erlebnissen und Eindrücken. Begonnen haben wir mit der Besteigung des Tafelbergs. Dafür waren ca. 11/2 bis 2 Stunden veranschlagt und unser Tiniyko meinte, das geht normalerweise schneller.
Hochmotiviert starteten wir gegen 9 Uhr morgens den Aufstieg.ca. 650 Höhenmeter sollten es werden. Was er uns nicht gesagt hatte war, dass den ganzen Morgen die Sonne im Berg genau da stand, wo wir hochsteigen mussten und dass der Weg aus Steinstufen bestand, von denen jede so ca. einen halben Meter hoch war. Auf deutsch: Es war scheisse anstrengend!!
Ich bin dann alleine hochgestiegen, weil ich irgendwie irgendwann in mein Tempo verfallen bin. Unterwegs hab ich immer mal wieder einen Südafrikaner überholt und er mich dann wieder, der mir erzählte, dass er das gerade zum ersten und letzten Mal machen würde, diesen bescheuerten Berg zu besteigen. Er wollte einmal hochgehen und fertig! Dass manche Afrikaner das als Volkssport quasi jedes WE machen, davon wäre er sehr weit entfernt. Als ich dann mal völlig entkräftet um eine besonders steile Kurve hochkam, saßen dort 2 Holländerinnen, auf die ich wohl derart mitleidserregend gewirkt haben muss, dass sie mir einen Apfel und ein paar süße Kaubonbons geschenkt haben… (ich glaube im Endeffekt haben die mir tatsächlich das Leben gerettet;-))
Nach unzähligen Stufen und gefühlte 7 Stunden später (es waren gerade mal 2) war ich dann oben. Ein wirklich toller Ausblick bei traumhaftem Wetter und einem eiskalten Black Label erwarteten mich.
Wir sind dann alle gemeinsam wieder mit der Cable Car untergefahren und nachdem wir dann nach ca. 20 Minuten Warterei auch alle Norwegerinnen eingesammelt hatten, gings weiter nach Cape of Good Hope.
Die Fahrt dahin ging an einer Steilküste entlang, mit wundervollem Blick auf weisse Strände, türkises Meer und Robbenkolonien am Strand. Hier wurden wir auch mit dem ersten Baboon (Pavian) konfrontiert, der sich bei einem parkenden Auto einfach mal auf dem Kofferraum platziert hatte und auch nicht den Anschein machte, da jemals wieder aufstehen zu wollen.
Am Kap der guten Hoffnung gab es noch mal einen sehr schönen Spaziergang im Nationalpark und, die ersten Klippschliefer, von denen es fast einen weniger gegeben hätte, weil Nicole beim Bedienen ihrer Kamera leider ein besonders fettes Exemplar fast totgetreten hätte und zwei rumlaufende Strausse.
Die anschließende Heimfahrt sollte uns noch bei den Pinguinen vorbeibringen! YIeppieh! Darauf hatte ich mich schon den ganzen Tag gefreut.
Und tatsächlich waren sie auch am Strand. Überhaupt nicht scheu, man konnte sie sogar streicheln und am liebste hätte ich natürlich mindestens einen mitgenommen. Aber irgendwie wollte sich keiner überreden lassen: Feste Jobs, Kinder, gute Unterkunft, gutes Wetter etc. Naja, ich bin dann halt ohne Pinguin wieder in den Bus gestiegen.
Wir haben dann für die Rückfahrt fast 2 Stunden anstatt 45 Minuten gebraucht, weil Südafrikanische Polizisten einfach mal die Strasse blockiert hatten. Dafür gab es dann am Tagesende ein leckeres Steak, leckeres Bier und zum Betthuperl noch ein warmes Glas Riesling unserer neuen ostdeutschen Freunde: Trinken verbindet;-))
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